aus der 6. Ausgabe im Januar 2010
Reisebericht Senegal
Von Isabel Kremer und Tim Ramin
Wir waren zu zweit im Senegal und haben versucht unsere Eindrücke in diesem Artikel zusammen zufassen. Da wir oft unterschiedliche Eindrücke hatten, haben wir uns entschlossen, dass jeder einen Artikel schreibt und aus diesen beiden dann einer zusammengestückelt wird.Auf der linken Seite (schwarz) stehen Isabels Eindrücke, auf der Rechten(blau) Tims Beobachtungen. Es ist so gedacht, erst einen Abschnitt von Isabel zu lesen und danach den von Tim.
29.06.09
Zum zweiten Mal steigen wir heute mit dem Flugzeug in die Luft. (Madrid –Dakar) Unter uns
trockene, gelbe Landschaften mit ausgetrockneten Flussbetten und großen Sanddünen. Marokko, Mauretanien, die Sahara und die Sahelzone
Um 21:00-es ist bereits stockdunkel -erreichen wir nach 6 Stunden Flug endlich den Flughafen Léopold Sédar Senghor, in der senegalesischen Hauptstadt Dakar.
Ich fliege das erste Mal mit dem Flugzeug, ich mag diese Technik eigentlich nicht, aber aufregend ist es schon.
Wieso Senegal?! Warum fliegt man in den Semesterferien soweit weg?!
Ich will Tim das Land zeigen, in dem ich aufgewachsen bin. Ich will meine Freunde, die ich seit zwei Jahren nicht mehr gesehen habe, besuchen und mal wieder Sonne und Hitze und ein anderes Lebensgefühl tanken.
Ein Land, das auf den ersten Blick noch nicht mal ansatzweise mit unserem vergleichbar ist, Geprägt durch eine andere Geschichte, Kultur, Religion, in dem Klima und Landschaft, die wirtschaftliche Situation, die Mentalität und die Hautfarbe so verschieden sind kann man eigentlich nicht in zwei Wochen erfahren aber ich will sehen und erleben, beobachten wie es in einem westafrikanischen Land ist und nutze die Gelegenheit Isabel zu begleiten.
Als wir aus dem Flugzeug steigen, erschlägt uns die Hitze und verbunden mit der feuchten Luft des Atlantischen Ozeans raubt es mir fast den Atem. Und doch fühle mich sofort wieder zuhause, der Geruch und das Gewusel der Menschen zeigen mir das ich in Afrika bin. Wortfetzen aus Französisch und Wolof, Serer und Peulh dringen an mein Ohr und ich erkenne alles wieder.
Jeder kann erkennen wie unerfahren ich aus dem Flughafen in die stinkende Luft stolpere. Ohne Isabel wäre ich verloren unter all den Menschen, die mich ansprechen als würden sie mich kennen und nur auf mich hier warten würden.
Endlich sind wir durch die Passkontrolle und warten auf das Gepäck, dann durch den Zoll, und dann erst können wir endlich nach Draußen, wo auch schon Freunde auf uns warten.
Oh ja, man ist in Afrika! Die Luft, der Lärm, die Menschen, das ist Senegal!
Die erste Nacht blieben wir in der Metropole bei Freunden.
Wir fahren durch eine Stadt, die überfüllt mit Menschen ist. Überall halten Kinder und Frauen Cashewnüsse, Mangos, Sonnenbrillen, Wasser in Plastikbeuteln oder andere Dinge die man eventuell brauchen könnte zum verkaufen an die an die Autoscheibe. Alles wirkt so fremd und ich versinke im Sitz um möglichst nicht aufzufallen und unentdeckt alles auf mich wirken zu lassen.
Endlich nach vielen Kilometern verscheucht unser Auto Ziegen vor einem kleinen Laden und gegenüber wird schon auf uns gewartet wir werden herzlich begrüßt und köstlich bedient. Später erfahre ich einiges über den senegalesischen Küstenschutz, da der Hausherr dort arbeitet.
Am nächsten Morgen fahren wir mit einem Taxi nach Ndangane; ein Dorf, das am Delta des Sine-Saloum liegt. Ein Meeresarm des Sine führt ein paar hundert Meter an unserem Haus vorbei.
Elisabeth, meine Ziehmama und ihre zweijährige Tochter begleiten uns.
Wir fahren durch eine karge Landschaft, durch ein Meer von Affenbrotbäumen, durch kleine und größere Dörfer. Nach 4 Stunden haben wir endlich das Haus am Meeresarm erreicht.
Ich fühlte mich wieder zuhause; unsere alten Möbel, und Geschirr, unsere Bücher und Spiele haben wir hier gelassen, als wir vor fünf Jahren Senegal verlassen haben
Wir fahren 130 Kilometer südöstlich nach Ndangane, doch vergeht die Fahrt wie im Flug. In Ruhe kann ich schauen und die Eindrücke aufnehmen und mich anstecken lassen von der Faszination dieses Land.Je weiter wir uns von Dakar entfernen, desto löchriger wird die Strasse und umso weniger Autos gibt es. Die Menschen auf dem Land sind einfach gekleidet. Jetzt kurz vor der Regenzeit arbeiten sie auf den Feldern oder sie treiben ihre Tiere zu den Brunnen. Die Frauen transportieren vieles auf dem Kopf, Eimer, Schüsseln Säcke, Feuerholz.
Für eine Woche genießen wir die Ruhe. Lesen, Quatschen, essen, spielen, Spazieren gehen. Die Nachmittage verbringen wir damit mit dem Wächter von nebenan Chai zu bereiten und zu trinken. Chai: marokkanischer Tee, er wird dreimal aufgegossen zum letzten Aufguss kommt Pfefferminze und viel Zucker dazu. Man sagt der erste Aufguss ist bitter wie das Leben der dritte süß wie die Liebe.
Es dauert nicht lange und ich fange an das afrikanische Lebensgefühl- alles ruhig anzugehen und zu entspannen- zu schätzen. Sobald man schneller ist als nötig, fängt man an zu schwitzen, nur mit Ruhe sind die Temperaturen ertragbar und während der Mittagzeit hält man eine Siesta.
Wir gehen auf den „Tann“- Flächen (Salzflächen, Flutungsgebiete des Meeresarms) spazieren. Die Salzkristalle der oberen Kruste knirschen unter den Füßen darunter kann der Boden wie Pudding sein.
Um Tim das Leben in einem Dorf in diesem Land zu zeigen, gehen wir zusammen zu Bekannten, und zeigen ihm die einzige geteerte Straße in diesem Ort: In Afrika spielt sich das Leben an der Straße und so ist es auch hier. Sobald eine Straße geteert ist werden gleich einen Meter daneben Läden, Büdchen, Tische, Garküchen aufgebaut um Waren zu verkaufen oder man legt die Waren auf ein Karton, oder eine Plastikplane auf den Boden.
Der Wächter von Nachbarhaus leistet uns oft Gesellschaft.
In Senegal ist man niemals alleine, die Menschen kommen auf einen zu, reden und fragen viel und gerne.An den Straßenrändern liegen oft Müllhaufen, die manchmal angesteckt werden. Dort wo sie nicht verbrennen, stehen Ziegen und Schafe und fressen Pappkartons, Papier und alles was sonst noch zu fressen ist.
Um nicht nur faul rum zu liegen unternehmen wir eine Pirogenfahrt im Delta zu den Mangroveninseln die von riesigen Schwärmen von Kormoranen, Pelikanen und Flamingos besiedelt sind. Elisabeth, Marie ihre Tochter und der Wächter von nebenan sind dabei.
Diese Nacht habe ich ein tropischen Gewitters miterlebt. Innerhalb weniger Minuten stand das Wasser in unserem Schlafzimmer und in der Küche, da ich die Fenster nicht richtig zu gemacht habe. Zwei 15 Liter Eimer haben wir aufgewischt, und dann war die einzig angenehme kühle Nacht vorbei.Entschädigt wurde diese Nacht, mit einem ausgiebigen Badetag. und mit einer Vielfalt an Wasservögeln in den Mangroven.
Nach einer Woche Ruhe und Entspannung, verlassen wir diesen tollen Ort und fahren in die dreckigste, mückenreichste und heißeste Stadt Senegals, nach Kaolack. In dieser Stadt habe ich mit meiner Familie fast 15 Jahre gelebt.
Auf der zweistündigen Fahrt nach Kaolack sehen wir mehrere Landwirte, die die Felder mit Hirse bestellen. Der Regen der vorletzten Nacht hat die gelbe vertrocknete Landschaft grün werden lassen.
Auf der Fahrt zur nächsten Stadt, habe ich versunken in mir an die Möglichkeiten dieses Landes gedacht. Hier liegt die Energie vor der Haustür und es gibt bestimmt auch fähige und kreative Menschen.
Kaolack ist schon von weiten sichtbar eine schöne große Moschee kann man von fern ausmachen, aber das war dann auch schob das schöne Großflächig verteilt sich der Müll dieser Stadt und man muss daran vorbei.Einmal durch die ganze Stadt und wir sind bei unserer großen Gastfamilie, die sehr interessant und vielfältig ist.
In Kaolack hat sich nicht viel verändert, ich erkenne alle Straßen, alle Ecken wieder.
Wir sind bei sehr guten Freunden von meiner Familie zu Gast und werden wie überall im Senegal herzlich empfangen.
Die Häuser sind schön, aber nur solange sie neu sind, denn Senegalesen haben kein Sinn für Nachhaltigkeit, es wird nichts repariert oder gestrichen. Auch die Tiere werden nicht unterhalten obwohl sie ja lebenswichtig sind als Lasttiere oder zum Schlachten. Da fragt man sich ob es nur am fehlenden Geld liegt oder ob das andere Gründe hat.
Eine typisch senegalesische Familie bei der wir zu Gast sind. 12 Leute wohnen permanent im Haus, dazu kommen noch mehr oder weniger diverse Gäste. Die Hauptfamilie besteht aus den Eltern mit 4 Kindern. Die älteste Tochter, die auch einer sehr gute Freundin von mir ist, ist ausgezogen zum studieren. 3 Cousinen, der Bruder der Mutter und 2 andere Verwandte wohnen mit in dem Haus. Alle arbeiten, machen eine Ausbildung oder gehen zur Schule sodass die meiste Zeit des Tages die Mutter mit ihrem jüngsten Sohn allein zuhause ist.
Hier ist ein wildes Treiben, wir fahren mehrmals in die Stadt und besuchen die ehemalige Schule von Isabel, einen der größten Märkte und eine Messe. Das spannendste, was ich erleben darf, war die Notenverlesung in Isabels ehemaliger Schule. Hier wird den Abiturienten verkündet ob sie bestanden haben oder durchgefallen sind. Wir standen mitten in der Menge und haben die tollsten Gefühlsausbrüche erlebt. Hier merkt man das es nicht nur um den Notendurchschnitte geht, vielmehr hängt ein ganzes Leben davon ab wie man das Abi bestanden hat, ob man Stipendium bekommt oder ob man ins Ausland gehen kann. Deshalb weinen und lachen, Ohnmachtsanfälle oder hysterischen Gejohle.
Wir besuchen die Familien mit denen wir immer noch Kontakt haben, sogar nach 5 Jahren in Deutschland. Wir werden überall wo wir uns blicken lassen zum Essen eingeladen. Nein sagen, dürfen wir nicht, es gilt als unhöflich.
Die Menschen in diesem Land geben alles damit der Gast sich wohl fühlt und ein Nein wird überhört, nicht verstanden oder weg geredet. Nun kommen wir nicht selten in die Situation bei mehreren zum Essen eingeladen zu sein, schwierige Situation! Vegetarier zu sein gibt es auch nicht.
Nach einer Woche Kaolack werden wieder die Sachen gepackt. Die Reise in die Hauptstadt steht bevor. Alle warten auf das Taxi das uns nach Dakar fährt, aber wie üblich kommt es mit Verspätung.
Da ich in diesem Ort meine Kindheit verbracht habe, fällt mir der Abschied von Kaolack und von allen Bekannten sehr schwer.
Wieder bin ich in meinen Gedanken versunken. Ich frage mich welche Chancen dieses Land hat. ……………………………………………
Auf den Straßen sieht man das die Menschen hier viel mehr zusammen halten, sobald ein Auto ein Problem hat und am Straßenrand liegen bleibt kommen sofort Leute um zu helfen und je länger das Auto steht, umso mehr Menschen kommen zu Hilfe.
Riesige Viehherden, von hunderten Tieren, getrieben von den Peuhls, ein Nomaden Volk, sind in der Landschaft zu sehen. Abgemagerte Rinder, Ziegen und Schafe folgen dem Regen der das Gras sprießen lässt.
Als wir das zweite Mal Dakar besuchen waren meine ersten Eindrücke noch allgegenwärtig, umso gespannter war ich wie ich es diesmal erleben würde.Hier trifft Schwellenland auf West-Gesellschaft. Hier stehen die Hochhäuser, die denen in Frankfurt oder Berlin gleichen. Nur sitzen hier Pförtner vor den Eingängen in ihren Camping-Stühlen. Auf den Straßen stehen Esel mit Karren und verwahrlost aussehende Menschen haben bessere Handys als wir. Der Verkehr ist atemberaubend, die Luft ist verpestet, chaotisch wie die Autos aneinander vorbeilavieren.
Ganz Dakar ist eine einzige Baustelle! Das ganze Straßennetz wollen sie verbessern. Mal schauen, ob sich die gewohnten 1 bis 1 1/2 Stunden, die man brauchte um von der Stadtgrenze zum Zentrum zu kommen, verkürzen.
Wir sind praktisch mitten in der Innenstadt, genau hinter einem sehr großen Markt.
Bevor wir unseren Zielort erreichen haben wir uns mehrere Male verfahren und unser Fahrer erhält noch einen Strafzettel wegen Telefonieren am Steuer. Wieder sind wir bei einer befreundeten Familie untergebracht.
Es ist ja normal, dass es in der Stadt hektisch zu geht, doch hier laufen selbst auf den Autobahnen Menschen kreuz und quer. Die Meisten sind recht jung, mit einem Karton oder Tablett meterhoch mit Massenware auf dem Kopf, die zum verkauf angeboten wird.Dies ist der erste Ort, wo ich ein Müllentsorgungsunternehnem sehe. Das Interessante daran ist, dass es das gleiche Unternehmen ist wie in Nordhausen. Wo sie dort wohl den Müll entsorgen?Unser Fahrer fährt uns in eine Straße die gefüllt ist mit lauten Menschen und Warenständen.
Diese Straße hat eine eigentümliche Atmosphäre, hier ist auch die Wohnung, in der wir die letzten Tage unseren Unterschlupf haben werden.Unsere Gastgeberin ist Stoffhändlerin und kommt aus dem Libanon. Sie wohnt mit einer Schwester und ihrer Nichte (Freundin von Isabels Schwester) zusammen. Die Libanesen sind ein Händlervolk und in ganz Westafrika verteilt, Handel wird mit allem getrieben z.B. mit Stoffen, Elektrogeräte usw. Schon durch ihre Hautfarbe unterscheiden sie sich natürlich von den Senegalesen.
Wir wollen als erstes auf das Unigelände.
Ich will Awa sehen, meine Freundin mit der ich Kindergarten und Grundschule besucht habe.
Um 17h kamen wir auf dem Campus beim Mädchenwohnheim an. Hier sind die Wohnheime gut getrennt, die Eingänge sind von Wächtern überwacht und die Jungs, die keinen Studentenausweis haben, müssen ihren Personalausweis abgeben. Die Zeit, die die Männer bleiben dürfen ist begrenzt.
Das Unigelände liegt direkt am Meer, hier machen viele Menschen Sport. Überall stehen Sportgeräte zur Verfügung. Isabels Freundin ist sehr nett und hübsch, daher verstehe ich nicht warum sie eine Perücke trägt. Ihre Kleidung und der Wunsch glatte Haare zu tragen zeigt mir die Neigung dieser jungen Menschen westlich zu sein. Ich habe dies auch schon öfter gemerkt dass die Menschen sehr auf das westliche fixiert sind und alles nachahmen.
Awa hat nach ihrem Abitur ein Stipendium erhalten und gehört somit zu den privilegierten Studenten, die auch ohne Verwandtschaft in der Stadt über die Runden kommen. Sie lebt zusammen mit 4 anderen Studentinnen in einem kleinen Raum mit zwei großen Betten und einer Waschecke.
Awa und ich erwarten noch 3 andere Freundinnen, die mit uns zur Grundschule gingen und jetzt in Dakar studieren. Die Zeit bis sie kommen gehen wir am Atlantik spazieren.
Wie überall, wo ein Fernseher funktioniert, lief er auch an dem Abend.Als die Frauen endlich ausgequatscht hatten, wurde mir das Gelände gezeigt, wo vor allem die Bibliothek mich beeindruckte.Abends waren wir wieder bei unserer Gastgeberin. Wie jeden Abend sitzen die beiden Tanten vor dem Fernseher und schauen Musiksender ( arabisch und französisch) und rauchen eine Kippe nach der anderen. Ein Zeichen von Wohlstand ist es in diesen Breiten eine funktionierende Klimaanlage zu besitzen, und so habe ich die kälteste Nacht im Senegal erlebt.
Am zweiten Tag in Dakar fahren wir mit der Fähre nach Gorée.
Gorée ist eine Insel vor Dakar und war einst Umschlagplatz für Sklaven.
Die Häuser hier sind typisch Südeuropäisch, alles ist bunt und viele werden vor dem Verfall geschützt. Dies ist einer der schönsten Orte Senegals. Kleine enge Gassen und bunte Häuser im Kolonialstil, Pflanzen, Bäume und Blumen in allen Farben gibt es zu bestaunen. Künstler haben hier ihr spartanisches Heim und leben vom Verkauf ihrer Bilder, Ketten und Kleinkunst, die für Touristen hergestellt wird.
Diese Insel könnte man hundert Male besuchen und man findet immer wieder neue schöne Ecken.Paradox, dass dieser Ort mit der wahrscheinlich grausamsten Geschichte Senegals gleichzeitig der schönste ist und als Weltkulturerbe geschützt wird.
Am nächsten Morgen treten wir die Heimreise an, vorher besuchen wir noch zwei andere ehemaligen Klassenkameraden von mir, dann holt uns ein Kumpel ab um uns zum Flughafen zu fahren.
Die letzten Sonnenstrahlen genießen wir, zum Glück, auf englischer Sprache. Sodass ich auch mitreden kann und nicht alles von Isabel übersetzen lassen muss.
Am Flughafen, verabschieden wir uns von den 4 Freunden, die uns zum Flughafen begleitet habe.
Wie jedes Mal, wenn ich aus diesem Land abreise bin ich traurig und doch freue ich mich, dass ich alle Freunde gesehen habe auch wenn es manchmal nur für einen halben Tag war.
(Es war ein schöner Aufenthalt im Senegal und ich freue mich Tim das Land gezeigt zu haben)
Ich bin froh wieder nach Deutschland zu fliegen, aber vermissen werde ich wahrscheinlich irgendwie jeden hier. Auch mit Sprachbarriere, haben die Menschen mir gezeigt, dass wir alle gleich sind. Die Ideale, Ziele und Vorstellungen sind bei uns allen identisch. Der Ursprung ist nämlich der Wunsch nach einem schöneren Leben. Sicherlich tun die Menschen dort Dinge, die ich nicht verstehen kann, aber es sind dieselben Fehler die wir auch gemacht haben und einige noch tun. Ich denke dabei ans Energiesystem, an die Verantwortung der Wirtschaft, soziale Gerechtigkeit, gelebte Demokratie und Naturschutz.
Wir Europäer sollten von unserem hohen Ross herunter kommen und nicht vergessen, dass es ein langer Weg war um da anzukommen wo wir jetzt sind und wir sollten den Entwicklungsländern zugestehen ihren eigenen Weg zu gehen. Unser heutiges Wissen könnte dazu beitragen dass diese Länder nachhaltiger mit ihren Ressourcen umgehen als wir es bis jetzt getan haben, denn wenn alle Menschen so handeln würden wie wir es in den „entwickelten Ländern“ tun dann kommen noch riesige Probleme auf uns alle zu. |